Diplomarbeit Energie- und Umwelttechniker

Oskar Studer, Junior Projektleiter Elektroplanung Bau/Infrastruktur hat seine Diplomarbeit im Rahmen der Ausbildung zum Energie- und Umwelttechniker über die energetische Verbesserung von Gebäuden erfasst.

In der Schweiz stehen zurzeit ca. 1.7 Millionen Wohngebäude und noch etliche Büro und Industriegebäude.  Mehr als 80 % der Gebäude wurden noch im 20. Jahrhundert erstellt und sind energetisch überhaupt nicht auf dem modernsten Stand. (www.bfs.admin.ch , 2015)

Viele dieser Immobilien wurden jahrelang vernachlässigt und nicht instand gehalten. Um den energetischen Verbrauch dieser Immobilien zu optimieren, müssten die meisten Eigentümer  eine Hypothek aufnehmen, da sie nicht genug Eigenkapital besitzen. Eine Hypothek kann anhand diverser Kriterien bewilligt oder abgelehnt werden.

Bei vielen Unternehmen, welche Hypotheken verleihen, nimmt die energetische Klassifizierung der Gebäude einen immer höheren Stellenwert ein, so dass in Zukunft bei Gebäudesanierungen eine energetische Verbesserung unumgänglich sein wird.

Um sich selbst ein Bild über die Hypothekenvergabe zu machen, haben die Autoren dieser Diplomarbeit im Vorfeld diverse Telefonate mit Banken und Hauseigentümerverbänden geführt.

Diese Diplomarbeit soll verschiedenen Immobilienbesitzern aufzeigen, wie sie am schnellsten und am einfachsten eine Sanierung tätigen, die eine gute Wirtschaftlichkeit vorweist, um möglichst schnell möglichst viel Geld zu sparen.

Die ursprüngliche Idee war, eine Potentialanalyse für die Analyse von Immobilien zu erstellen. Zu Beginn war meist die Rede von einer Art GEAK (Gebäudeenergieausweis der Kantone) light. Dieser soll einem Hausbesitzer die Möglichkeiten zu einer energetischen Sanierung aufzeigen, ohne gleich mit so hohen Kosten wie bei einem GEAK rechnen zu müssen. Die Variante soll durch ihre Einfachheit bestechen, damit auch Personen ohne fundierte Gebäudetechnikkenntnisse die Analyse durchführen können. Mit den gewonnenen Resultaten soll es diesen Personen schlussendlich möglich sein, eine Potentialanalyse des untersuchten Gebäudes zu erstellen.

Alternativen zu der angewendeten Methode:

Bis anhin gibt es fast kein Verfahren, dass in der Schweiz Anerkennung findet, ausser der GEAK. Ein erheblicher Vorteil des GEAK ist, dass er von namhaften Trägerschaften wie Minergie, der Konferenz Kantonaler Energiefachstellen, dem HEV (Hauseigentümerverband Schweiz) und dem BFE (Bundesamt für Energie) gestützt wird. Da es sich bei den meisten dieser Trägerschaften um staatliche Institutionen handelt, ist diese Variante der Gebäudeanalyse fest verankert und national akkreditiert. Jedoch beruht die Analyse mit dem GEAK in vielen Punkten nur auf Erfahrungswerten und schliesst damit über Jahre entstandene Schäden an spezifischen Gebäuden so gut wie aus. Hier soll die Variante der Gebäudeanalyse, die die Diplomanden gewählt haben, im Vergleich zum GEAK brillieren. Dank der in dieser Diplomarbeit angewendeten Methode, welche zusätzlich die Wärmeflussmessung miteinbezieht, sollte es möglich sein, ohne komplizierte U-Wert-Berechnungen eine Dimensionierungsgrundlage für ein Heizsystem zu erstellen. Die Wärmeerzeugung eines Gebäudes ist der grösste Energieverbraucher einer Immobilie und daher ein entscheidender Punkt bei der Analyse eines Gebäudes.

Schlussendlich gilt zu sagen, dass die Variante der Messung nicht brilliert hat, da das Messgerät nur punktspezifisch messen konnte und nicht fähig war, den Durchschnitt einer Wand zu erfassen. Dies bedeutet nicht, dass die gewählte Variante nicht ausführbar wäre, es müssen jedoch viel mehr Messpunkte auf den Datenlogger aufgezeichnet werden.