Gebäudeautomation auf höchstem Level für Spital

Nach rund 4 Jahren Bauzeit wurde das Spital Limmattal Ende Oktober 2018 dem Betrieb übergeben. Ein bedeutendes Referenzprojekt für die Gebäudeautomation-Kompetenz von Bühler+Scherler AG. Mussten nicht weniger als für 1'000 Räume, hohe individuelle Verfügbarkeiten und bedeutende Sicherheitsansprüche berücksichtigt werden.

Erweiterungsbau Spital Limmattal

Einblick in die zentrale Heizungsverteilung

Mehrere Wärme-Kältespeicher sind in Betrieb

Mehrere Teillüftungsanlagen wurden eingesetzt

Auf dem bestehenden Gelände des Spitals Limmattal in Schlieren ist ein modernes Akutspital entstanden. Im Fokus des Neubaus stand, nebst dem Ersatz der veralteten Bausubstanz und Infrastruktur, die Optimierung der Betriebs- und Prozessabläufe. Das Projekt stand unter der Leitung von Losinger-Marazzi, und der Architektur von BFB Architekten Zürich zusammen mit Brunier Saunier Architecture Paris. Die Bühler+Scherler AG zeichnet sich verantwortlich für die gesamte Gebäudeautomation.

Anspruchsvolles Projekt mit BIM
Für das anspruchsvolle Neubauprojekt wurde BIM Building Information Modeling zur Gebäudemodellierung eingesetzt. Damit stand stets ein digitales Modell zur Verfügung, das auch rasch ändernde Anforderungen aufzeigen konnte. Diese Methode, die Bühler+Scherler ebenfalls einsetzt – in diesem Falle war es jedoch das leitende Totalunternehmen Losinger-Marazzi, hat klare Vorteile. Es ist in der Erstellungsphase sehr hilfreich, aber die digitalen Daten sind auch sehr nützlich im späteren Betrieb des Spitals. Werden doch alle Anlagen für den Betrieb dokumentiert.

Gebäudeautomation, das eigentliche Herz des Spitals
Bühler+Scherler zeigte sich verantwortlich für Umsetzung der Gebäudeautomation, inklusive Programmierung und Inbetriebnahme. Sie steuert die kompletten Verfügbarkeiten von Wärme, Kälte und Klima. Und diese Anforderungen sind sehr unterschiedlich, so darf in einem OP-Raum innerhalb Sekundenbruchteilen die nötige Kapazität an Lüftung nicht fehlen, wo in anderen Räumen eine andere Reaktionszeit ausreicht. Eine schnelle Überbrückung im Not-Moment ist sehr entscheidend. Daneben sind weitere Gebäudeautomation-Bausteine nicht zu vergessen, wie z.B. die rund 1'000 Einzelraumregler für verschiedene Zonen oder 50 Umluftkühlgeräte und 37 Monoblock Lüftungsanlagen.

Ohne Sicherheit-Zertifikate geht nichts

Nebst hohen allgemeinen Anforderungen an Bau und Gebäudeautomation sind auch erhöhte Sicherheitsanforderungen nötig. So mussten OP- und Isolierzimmer-Lüftungen wie auch Zytostatika- und ZSVA-Lüftungen den erforderlichen Zertifikaten entsprechen – vor, während und am Ende der Bautätigkeit. Dazu kommen auch eigene Notstrom-Versorgungen und die klaren Hygieneanforderungen, die auch nach der Bauübergabe für den Spitalbetrieb berücksichtigt werden mussten.