Digital bauen und experimentieren - Bühler+Scherler Forum motiviert Baufachleute für digitales Bauen

Die Digitalisierung erfasst die Baubranche. Das wurde am Forum «Digitales Bauen» von Bühler+Scherler in St.Gallen deutlich. Fachleute und Investoren liessen sich in die Gebäudeplanung von morgen einführen.

Wollen die digitale Zusammenarbeit in der Bau- und Elektroplanung vorantreiben: Thomas Bischofberger, Oliver Werren und Marc Fontanive am Digital-Forum von Bühler+Scherler (v.l.n.r.)

Die Teilnehmer tauchen selbst in die virtuelle Realität und bewegen sich durch ein Planungsobjekt.

Marc Fontanive zeigt live, wie Planungsdaten durchgehend digital vernetzt sind.

Informationen zu Cloudbasierten Lösungen (Energy Management System, Gebäudeautomation,...) aus erster Hand

Das Zukunfts-Zauberwort in der Baubranche heisst Building Information Modeling (BIM), oder zu Deutsch Gebäudedatenmodellierung. Thomas Bischofberger, Geschäftsführer von Bühler+Scherler, einem führenden Unternehmen für Elektroplanung und Gebäudeautomation, sieht darin grosse Chancen und ist sich bewusst: «Wir werden viel lernen, Mut zur Veränderung haben, Ungewohntes probieren, Arbeitsweisen hinterfragen und ‹spielen› müssen.» Er habe «die Hoffnung, dass wir im Bau geordnetere Abläufe haben werden».

Investitionen in Millionenhöhe
Oliver Werren als Leiter der Elektroplanung konkretisierte die Chancen und ging auf Entwicklungsprojekte ein, für die grössere Investitionen budgetiert sind. Er brachte die Geschäftsstrategie auf den Punkt: «Wir bauen digital. Ziel sind effizientere Lösungen mit Blick auf den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie.» Das bedeute, dass bereits bei der Planung bedacht werde, was für die Erstellung, den Betrieb und einen allfälligen Rückbau eines Gebäudes berücksichtigt werden muss. Noch dieses Jahr werde im ersten Kundenprojekt ein eigens dafür entwickelter Projektkonfigurator zum Einsatz kommen.

Ersatzbestellung einplanen
Marc Fontanive gab einen vertieften Einblick in die BIM-Praxis und sein Spezialgebiet des digitalen Bauens. Der Projektleiter Elektroplanung betonte, dass von allen Akteuren in einem einzigen Datenmodell Informationen abgerufen werden können – egal ob Architekt, Planer, Statiker, Handwerker oder Hauswart. Fontanive zeigte auf, wie mit einem 3D-Laserscanner eine virtuelle und am Bildschirm erlebbare Welt geschaffen wird und alle wesentlichen Kommentare in einer Datenbank zu hinterlegt werden. Anschaulich wurde dies am Beispiel einer Deckenleuchte in einer Brandschutzdecke mit Brandmelder, wofür sogar automatisierte Ersatzbestellungen möglich werden. Der Mensch und seine Fachkenntnisse blieben aber immer zentral, denn: «Die Leute müssen etwas vom Bau verstehen.»

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